Für die Nossner Lesenacht am 11. April haben wir ein Programm zusammengestellt, das an vielen Orten in der Innenstadt abwechslungsreichen Lesegenuss bietet. Es ist alles dabei – von Mittelalter-Fantasy über Erinnerungen an eine Kindheit in Nossen, Fußball, Krimi, Musik, Alltagsbetrachtungen und Sinnsuche bis zu erotischen Abenteuern.
Besonders erfreulich ist, dass sich eine ganze Reihe Autoren vorstellen wird, die wir bisher noch nicht zu Gast hatten. Aber auch bewährte Vorleser und Autoren werden zum vielfältigen Programm der Lesenacht beitragen.
Begeben Sie sich auf eine Lesereise durch die Stadt. Schauen Sie rein ins Programm! Wir freuen uns auf Sie!
Zur Abschlusslesung 22:15 Uhr im Sachsenhof
Sächsisch soll der unbeliebteste deutsche Dialekt sein. Nu, nu - nee, nee! Sächsisch klingt ausgesprochen gut. Die Mundart geht gern den bequemen Weg des geringsten Widerstandes. Sächsisch ist nachgiebig, die Sprache gibt nach. Wie der Klügere. Sächsisch ist außerdem der einzige Dialekt, der als ostdeutsch identifiziert werden kann. Wer sächselt, ist immer als Neufünfländer zu erkennen. Um die Sächselnden zu verstehen, verfasste Autor Peter Ufer den ersten sächsischen Duden der Welt. Denn wer die Heimatverbliebenen verstehen will, der muss auch ihre Wörter kennen.
Gemeinsam mit der Schauspielerin Mandy Partzsch wird zur Nossner Lesenacht der Saxismus wörtlich genommen. Die beiden erklären unterhaltsam den sächsischen Wortschatz von Asch bis Zimdziesche, von babsch über bubsch bis Wambe, von Rabusche bis Schesslong. Denn nicht Sächsisch ist verhunztes Hochdeutsch, sondern Hochdeutsch ist verhunztes Sächsisch. FF: Fiel Forgnieschn!